DIE MEERESSÄUGER DER KANAREN

Auf der Erde gibt es 86 Walarten, wovon ca. 25 in den Gewässern rund um die kanarischen Inseln vorkommen. Hunderttausende von Menschen begeben sich deshalb jedes Jahr zum Whale watching. Meistens leider als eher störende Gäste. Wir versuchen, Euch so viel Informationen wie möglich zur Verfügung zu stellen.
Das Problem dabei ist nur, dass diese wundervollen Tiere ständigem Stress ausgesetzt werden. Wer von uns wird schon gerne beim Essen, Ruhen oder der Paarung gestört? Das ist es aber, was die Wale Tag für Tag erleben, da der Wal-Tourismus ein sehr lukratives Geschäft ist. Um so spektakulärer der die Sichtung um so besser. Viele werben mit Geld-zurück-Garantieen, sollten keine Wale zu sehen sein. Und da im Inselsüden von Teneriffa täglich bis zu 70 Schiffe starten, werden die Tiere oft gehetzt und eingekreist, die Mindestabstände nicht eingehalten. Die Konkurrenz ist gross. Die Folge ist, dass seit einigen Jahren die Population der Grindwale deutlich zurückgeht, wie Forscher beobachten. Auch Schnellfähren stellen eine ernste Gefahr für die Meeressäuger dar, da sie diesen nicht so schnell ausweichen können.
Es geht aber auch anders. Für sanftes Whale watching, das heisst Mindestabstände einhalten etc., verleiht die kanarische Regierung den Eignern der Boote das Gütesiegel “Blue-Boat”, mit zwei Grindwalen auf blauem Grund. Das dumme dabei ist nur, dass der Grossteil der raus fahrenden Boote dieses Siegel besitzt. Es ist leider kein Garant für sanftes Beobachten, auch wenn das wohl in den meisten Reiseführern steht. Aber zum Beispiel der Royal Maritim Club in Puerto Santiago, eine Forschungsstation, die mit einem alten Krabbenkutter, der den ganzen Atlantik hinter sich hat, zum sanften Whale watching fährt, hat sich der Forschung, dem sanfen Whale watching und der reellen Aufklärung über die Wale verschrieben.
Nehmt Rüchsicht, wenn Eure Kinder dieses unbeschreibliche Erlebnis auch Ihren Kindern noch zeigen sollen.

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