Garachico
Lage:
Norden
Erreichbarkeit:
über die TF5 auf die TF42, dann kommt man direkt durch
Ein-Ausstieg:
ungemütlich, da der Strand aus Kieselsteinen besteht
Meeresbewohner:
Meerpfauen, Goldbrassen, Seesterne, Schnecken, Seeigel, uvm.
Bodenstruktur:
Sand und Steine
Kinderfreundlich:
bei ruhiger See ja
Tauchbericht:
Garachico ist ein echt hübsch gelegener Ort, der auch für Nicht-Schnorchler definitiv einen Besuch wert ist. Es gibt nur einen Minuspunkt: der Strand hat den Charme einer Kiesgrube. Man läuft nur über Kieselsteine, in denen man beim Einstieg fast bis an die Knie versinkt. Aber egal, Flossen an und los. Garachico ist eine wunderschöne Bucht, der Boden sandig und steinig. Unter uns befanden sich Fische, die wir bisher an keinem anderen Strand gefunden haben. Es gibt weiter draussen zwar einen Wellenbrecher, der allerdings nicht den Zugang zum offenen Meer versperrt. Da bei unserem Besuch die Sonne recht weit hinter den Bergen stand (es war Dezember), machten wir uns aber direkt auf den Weg zum Steinwall. Nachdem wir einen kleinen Bogen um die Angler gemacht hatten, kamen wir dort auch an, allerdings die ganze Zeit mit einem mulmigen Gefühl Bauch. Durch den offenen Zugang zum Meer und die Tiefe von 7-10 m unter uns war uns schon bewusst, dass im Atlantik nunmal auch grosse Fische ;-) schwimmen.

Der Wellenbrecher war grossartig. Obwohl die See ausssah, als würde jemand mit dem Bügeleisen drübergegangen, merkten wir den Seegang doch recht ordentlich. Wir fanden riesige Schwärme von Fischen, und auch hier hatten wir viele von ihnen noch nicht vorher entdeckt. Sobald wir wirklich fit auf dem Gebiet sind (es ist schwer genug, auch nur ein paar anständige Seiten zur Bestimmung zu finden), werdet ihr erfahren, welche das alles sind. Aber auch hier finden sich überall an den grossen, viereckigen Steinen Seeigel en mass. Wir waren pausenlos damit beschäftigt, uns von den Steinen und seinen Bewohnern fern zu halten, den wir wurden echt gut hin und her geschaukelt. Aber das war es wert.
Auf dem Rückweg begutachteten wir dann im seichten Wasser in Strandnähe den Boden noch einmal genauer. Dort fand ich eine “Seekuh”, eine riesige Unterwasserschnecke in Schwarz und Weiss, welche beim ersten hinsehen, eher wie eine Pflanze aussah. Derweil hatte Phil wohl einen echt bunten Fisch im Visier, der meinen Blicken jedoch leider verwehrt blieb…, Fische sind halt schneller als Schnecken. Aber das macht gar nix, denn das war bestimmt nicht unser letzter Besuch in Garachico… .



















